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Körpertherapie und Training für Tiere
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Training

Um das Thema Pferdetraining wird diskutiert, gestritten, gezankt. Wieviel ist zu wenig, wieviel zuviel? Das oberste Ziel eines Reiters müsste sein, sein Pferd so zu trainieren, dass es bis ins hohe Alter gesund, schmerzfrei und fröhlich sein darf. Heute müssen wir das Pferd nicht mehr benutzen um uns am Leben zu erhalten oder einen Krieg zu gewinnen. Es ist vom Nutztier zum Haustier geworden. Auch wenn wir es nutzen um Turniere zu gewinnen oder unsere Freizeit zu gestalten, sollte es nicht zu Lasten seiner Gesundheit gehen. Weit verbreitet ist immer noch die Meinung, dass Pferde täglich geritten werden sollen. Wenn wir aber betrachten was dann geschieht, werden wir diesen Irrtum überdenken müssen. Da das Pferd aber sehr viel kompensieren kann bis wir offensichtlich sehen, dass etwas schief läuft, vergeht viel Zeit in denen höchst dramatische Schäden im Körper entstehen können.
"Kompression ist der grösste Schadensmechanismus für den Körper" (Andrew Taylor Still, Begründer der Osteopathie)
Die Ausrüstung des Pferdes verursacht immer einen Druck (Kompression). Das hat direkte Auswirkungen im Fasziengewebe. Das ist weiter nicht schlimm, denn Faszien können sich wieder erholen. Je nach dem wie stark und wie lange der Druck war, dauert das aber 2 bis 10 Tage. Wird das Pferd täglich mit dem Reitergwicht belastet können sich diese Faszienstrukturen nicht mehr erholen und es kommt zwangsläufig zu Verklebungen, gerade in der Rückenlendenbinde. Dies bedeutet immer Schmerz, Störungen in der Bewegung und, da die Faszien alle miteinander verbunden sind, weitreichende Folgen für den gesamten Organismus bis hin zu Überlastung in Sehnen und Gelenken.
Das Pferd täglich zu bewegen ist grundsätzlich gut. Jedoch macht es Sinn, auf das Pferd abgestimmte Trainingsreize zu setzen und die Regenerationszeit zu beachten. Wer täglich so trainiert, dass das Pferd schwitzt, trainiert mit hoher Wahrscheinlichkeit verschleissend! Besser ist, nach anstrengenden Einheiten ein bis zwei Pausentage mit ruhgier Handarbeit, Spaziergängen oder Bewegen in ruhigem Tempo an der Longe zu füllen. Reine Stehtage in einer Boxe sind wiederum Gift für den Bewegungsapparat. (Textquelle einiger Textteile: Barbara Welter-Böller)

Ich habe mich deshalb auf Trainingsmethoden spezialisiert, die den gesunden Muskelaufbau fördern und dem Pferd helfen, gute Balance und gutes Körperbewusstsein zu finden. Diese möchte ich Ihnen gern vorstellen:
Dual Aktivierung® - das Gelb-Blaue Pferdetraining:
Die Dual Aktivierung ist ein von Michael Geitner entwickeltes, modernes und sehr pferdefreundliches Trainingssystem welches an der Longe oder unter dem Sattel ausgeführt wird.
Die Dual Aktivierung basiert auf einfachen Grundlagen: die Konzentrationsfähigkeit des Pferdes, die Konzentration und Mitarbeit des Reiters und die Arbeit mit Farbreizen, die durch den Einsatz von blauen und gelben Schaumstoffgassen, die als Parcours am Boden liegen, die Aufgaben für das Pferd und den Reiter sichtbar machen.
Speziell bei der Dual Aktivierung ist, dass auch das Gehirn und die Augen des Pferdes bewusst in das Training mit eingeschlossen werden.  
Das Pferd sieht, im Gegensatz zu uns Menschen, monokular. Jedes der beiden Augen funktioniert zwar uneingeschränkt, aber eine Verknüpfung im Kopf geschieht kaum. Dadurch ist das Bild, das beim monokularen Sehen entsteht qualitativ und informativ schlechter. Zudem ist ein räumliches Sehen nicht möglich. Das Gehirn kann dies durch eine Auswertung der Bildinformationen leicht korrigieren und eine räumliche Wahrnehmung simulieren. Beim Reiten hat das monokulare Sehen des Pferdes eine große Wirkung. Es sieht mit dem linken Auge ein anderes Bild als mit dem rechten Auge. Gefahren werden bei 99% aller Pferde mit dem linken Auge erfasst, das rechte Auge ist für den Fluchtweg zuständig. Deshalb sind im Bildspeicher des Pferdes "ursprünglich gefährliche Bilder", die aber  nicht zur Flucht führten, vor allem für die rechte Gehirnhälfte verfügbar.
Da beide Gehirnhälften nur begrenzt miteinander kommunizieren (ca. 8 mal weniger schnell als bei Menschen!) erfolgt die Flucht instinktiv, wenn auf dem rechten Auge (linke Gehirnhälfte) eine Situation eintritt, zu der kein Bild mit der Information gefährlich/ungefährlich aus dem Bildspeicher abgerufen werden kann. Verschiedene Studien haben ergeben, dass das Pferd Blau und Gelb und verschiedene Grautöne gut, Rot und Grün aber schlecht unterscheiden können, dass kommt daher dass Sie einen Farbzapfen weniger haben als der Mensch.
Wenn die neuronale Vernetzung gefördert wird, werden die beiden Gehirnhälften besser zusammen arbeiten können. Ein solch gefördertes Pferd wird selbstbewusster und cooler und das Fluchtverhalten nochmals überdenken.
Equikinetic® - Schritt für Schritt und mit System zum gut bemuskelten Pferd
Das Pferd braucht Kraft und gute Muskulatur, um den Reiter zu tragen. Dieses Longierprogramm ermöglicht, das Pferd gesund aufzubauen, zu erhalten, die Rittigkeit zu verbessern und die Aufmerksamkeit des Pferdes in hohem Masse zu bekommen. Ein Mix aus Intervalltraining und Longieren ist für Jungpferde, Rehapferde, Freizeitpferde, Sportpferde und alte Pferde geeignet. Mit dem isokinetischen Trainingsprinzip werden Muskelgruppen während der Übung für eine bestimmte Zeit gleichmässig belastet, dadurch wird die Equikinetic so hocheffzient.
Was bringt Equikinetic dem Pferd?
  • Die gelenkstützende Tiefenmuskulatur des Pferdes wird gestärkt
  • Die bewegungsrelevante Oberflächenmuskulatur des Pferdes wird richtig trainiert
  • Das Pferd bekommt die Kraft, die es benötigt um den Reiter gesünder zu tragen
  • Die Rittigkeit des Pferdes wird sich deutlich verbessern
  • Das Geraderichten des Pferdes wird unterstützt
  • Die neugewonnene Kraft ermöglicht dem Pferd effizientere Bewegungen
  • Aufmerksamkeit und Konzentration werden in höchster Form gefördert
  • Als Aufbautraining nach Verletzungen oder chronischen Erkrankungen im
  • Bewegungsapparat dient Equikinetic als effizientes Reconditionsprogramm
  • Durch die neugewonnene Muskelkoordination werden muskuläre Dysbalancen
  • zwischen den Muskelgruppen deutlich harmonisiert. Dies führt zu einem optimierten Muskeltonus und somit zu effektiveren und energiesparenden Bewegungsabläufen
  • Des Weiteren hilft Equikinetic dem Pferd, etwa aufgrund muskulärer Dysbalancen des Bewegungs -und Stützapparates, oft schon chronische Schmerzen zu lindern
Pferdegymnastik am Boden - individuell und angepasst!
Longieren kann so abwechslungsreich und gesund für das Pferd sein und gibt eine schöne Abwechslung im Alltag. Ausserdem stärkt die Arbeit vom Boden aus auch immer die Partnerschaft und die Führposition.
  • Korrektes Longieren am Kappzaum:
Abwechslungsreiches und dem Ausbildungsstand des Pferdes angepasstes Longieren und Führen. Der Reiter lernt Hilfegebungen, die unter dem Sattel weitergeführt werden, den Aufbau einer klaren und pferdegerechten Kommunikation, Körpersprache und innere Einstellung, Vertrauen des Pferdes gewinnen, aufbauen, und festigen, Schulung des Auges, Takt und Rhythmus des Pferdes beurteilen und kontrollieren. Das Pferd lernt Vertrauen zum Reiter aufzubauen und zu festigen, Hilfegebungen anzunehmen, die Grundgangarten auf vorgegebenen Figuren, es findet eine schöne Selbsthaltung und lernt sich taktmässig und rhythmisch zu bewegen. Die Bänder und Sehnen werden gefestigt und die Rücken- Kruppen und Schultermuskulatur wird schonend aufgebaut.
  • Longieren mit Stangen und Cavalettis:
bringt Abwechslung ins Longieren und fördert das Taktgefühl und das heben der Schultern des Pferdes.
  • Geraderichten am Kappzaum:
über eine spezielle Art des Longierens wird die Rückentätigkeit, die Biegung und auch die korrekte Lastverteilung gefördert.
  • Doppellonge und Arbeit an der Hand:
als Arbeit und Kommunikation ohne Reitergewicht.
SURE FOOT® Equine Stability Program
SURE FOOT® ist ein einzigartiger innovativer Weg, dem Pferd sein eigener Lehrer zu sein. Entwickelt von Wendy Murdoch verbessert diese Methode die Balance,    Selbstsicherheit, Bewegung und Leistung eines jeden Pferdes. Sie zeigt, dass jedes Pferd immer in der Lage ist zu lernen, wenn wir nur den Weg finden, seine angeborene Intelligenz anzusprechen.    Dieser Anreiz erlaubt es dem Pferd seine gewohnten Muster in Bewegung und Haltung zu erfühlen und gibt ihm die Möglichkeit, neue Wege des auf seinen Hufen Stehen zu entdecken und zu erlernen.    Dieses Körperbewusstsein und der Kontakt zum Boden bringen dem Pferd mehr Leichtigkeit, Komfort und Selbstbewusstsein.
SURE FOOT® nutzt eine Vielfalt an Stabilität- und Balance Pads: die SURE FOOT® Pads und Pods, um das Pferd spüren zu lassen, wie es gewohnheitsmäßig steht. Die SURE    FOOT® Pads geben unter dem Gewicht des Pferdes nach und lenken seine Aufmerksamkeit auf die Art und Weise wie es die Hufe aufsetzt und belastet. Dadurch werden Informationen an Regionen des    Gehirns und Rückenmarks gesendet, welche die Körperwahrnehmung und Balance steuern. Mit diesem Bewusstsein erforscht, verändert und passt das Pferd seine Haltung und seine Bewegung an, wobei es    einen sichereren und effektiveren Weg zu stehen und gehen findet. So wiedererlernt das Pferd gesunde Muster ohne Einflussnahme des Menschen.
Zusätzlich zur Umprogrammierung der propriozeptiven Bereiche des Gehirns und Rückenmarks hat SURE FOOT® einen eindeutigen Einfluss auf den instinktiven Teil des    Nervensystems. Wenn auch nicht vollständig erforscht, so ist ein beruhigender Effekt auf das Pferd deutlich erkennbar. Dabei wechselt dieses von der „Fight & Flight“-Reaktion oder    sympathisch-autonomen Reaktion des Nervensystems  zur "Rest & Digest" Reaktion oder parasympathischen Reaktion. Manche Pferde erfahren dabei eine    tiefe Ebene der Entspannung, wobei von einer Ausschüttung von Endorphinen auszugehen ist, welche durch das Stehen auf den Pads ausgelöst wird.
SURE FOOT® kann als einzelne Einheit an der Longe oder geritten durchgeführt werden oder später auch in eine Trainings. oder Therapieeinheit integriert werden.
Kernkraft- & Faszientraining für das Pferd
Kernkraft- & Faszientraining unterstützt den Körper in der Gesamtheit seiner Fähigkeiten zu trainieren und vernachlässigte Funktionen und Mobilität wieder herzustellen. Ausschlaggebend für eine gesunde, starke und stabile Haltung ist der so genannte “Core” (Kern), also die Körpermitte als Zentrum aller Bewegungen. Natürliche Bewegungen jeglicher Art funktionieren durch Anspannung von Muskeln, welche eine Gegenspannung oder einen Widerstand benötigen, um eine Bewegung zu erzeugen. Bewegung erfolgt somit immer durch eine Verkettung muskulärer Spannungen.
Ziele sind eine verbesserte Haltung und Balance, mehr Kraft für alle Bewegungen die eine Aufwölbung des Rückens erfordern, Ausgleich von einseitigen Belastungen des Bewegungsapparates bei und nach Verletzungen und Verletzungsvorbeugung durch bessere Balance und Koordination.
Das Training wird am stehenden Pferd ohne Reiter durchgeführt.
Wichtig: Diese Übungen trainieren nicht nur die Muskeln sondern auch deren umhüllenden und verbindenden Faszienstrukturen!
Erfahre hier mehr darüber: faszinierende Faszien!
© Martina Bigler - vitale-tiere.ch
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